Ernährungsberatung / Barfen

1. Wie gehe ich vor, wenn ich eine tierärztliche Ernährungsberatung wünsche?
     
Wenn Sie Interesse an einer Ernährungsberatung haben, füllen Sie bitte den notwendigen Fragebogen (PDF-Datei) aus.
    Fragebogen zur Ernährungsberatung als pdf...hier klicken
     
     
Sie können diesen per Fax, e-mail oder Post an mich senden:
     
Dr. Mathia Dubberke
Upheider Weg 19
33803 Steinhagen
Fax: (05204/870067)
e-mail: info@tierarztpraxis-dubberke.de
     
     

Die Bearbeitungszeit liegt i.d.R. bei ungefähr 8 – 12 Tagen. Dringende Fälle wie Wachstumsstörungen bei Welpen, laktierende Hündinnen oder Tiere mit schweren klinischen Symptomen werden vordringlich behandelt.

Eine Bearbeitung wird nur gegen Vorkasse
(Volksbank Gütersloh, BLZ 47860125, Kto. 4805994101)

vorgenommen.

     
2. Warum und wann ist eine tierärztliche Ernährungsberatung notwendig?
     

In den letzten Jahren sind in meiner Praxis ernährungsbedingte Erkrankungen deutlich häufiger geworden. Ernährungsberatung ist daher zu einem wichtigen Bestandteil meiner tierärztlichen Tätigkeit geworden. Auch beim Tier gilt der alte Spruch: Du bist, was du isst!

Sie lieben ihr Tier und wollen es möglichst lange gesund erhalten? Sie füttern ein kommerzielles Dosen- oder Trockenfutter und fragen sich, verwirrt durch anpreisende Werbung und oft sich widersprechende Testberichte: Ist das auch wirklich das Richtige und Gesündeste für meinen Liebling? Kommerzielles Fertigfutter bewerte ich firmenneutral und unabhängig.

Sie barfen (biologisch artgemäße Rohfütterung) oder kochen selbst, sind sich aber unsicher, ob die Ration wirklich alles Lebensnotwendige enthält? Was liegt dann näher als Rat vom Fachmann einzuholen! Ich überprüfe ihre selbstgekochte oder Barf-Ration und mache ggf. Vorschläge zur Ergänzung.

Sie sind der Meinung, da mein Tier munter ist und ein glänzendes Fell hat, wird mit seiner Ernährung schon alles in Ordnung sein? Täuschen Sie sich nicht! Manche Mangelzustände treten nicht sofort in Erscheinung. So wird z.B. eine Unterversorgung mit Calcium lange Zeit keine Beschwerden machen. Auch der Calciumspiegel im Blut bleibt hormonell gesteuert normal. Allerdings holt sich der Organismus, das Calcium, was er in der Nahrung nicht findet, aus seinem Skelettsystem. Der Knochen entkalkt, wird instabil und brüchig. Auch die Niere wird in Mitleidenschaft gezogen. Sie bemerken den Schaden erst, wenn es zu spät ist. Wie am Beispiel Calcium gezeigt, gilt dies in ähnlicher Weise auch für Über- und Unterversorgungen mit vielen anderen Mineralstoffen und Vitaminen.

Durch Messungen im Blut lassen sich Mangelerkrankungen nicht feststellen! Nur eine rechnerische Rationskontrolle vermeidet Über- und Unterversorgungen sicher!

Sie glauben, das, was Sie essen, muss auch für ihr Tier reichen, weil Sie sich selbst hochwertig ernähren? Das ist ein leider häufig anzutreffender Irrglaube. Der Bedarf von Mensch und Tier ist nicht derselbe. Zum Beispiel sollte ein erwachsener Mensch am Tag 600 mg Calcium, 500 mg Phosphor und 200 µg Jod zu sich nehmen. Ein Hund mit einem vergleichbaren Körpergewicht von 60 kg benötigt aber fast dreimal so viel Calcium, Phosphor und Jod (2800 mg Ca; 2150 mg P; 640 µg J)! Wenn man selbst für seinen Hund kocht oder barft, sollte die Ration daher immer genau berechnet werden.

Ihr Tier ist ein schlechter Fresser oder hat Probleme mit der Verdauung? Oft ist eine allergische Erkrankung, eine Unverträglichkeit leichtverdaulicher Kohlenhydrate oder bestimmter Proteine, Farbstoffe bzw. Konservierungsmittel die Ursache. Eine spezielle Diät kann Abhilfe schaffen.

Hat ihr Hund eine Vorerkrankung (Nierenerkrankung, Harnsteine, Lebererkrankungen, Herzerkrankungen, Diabetes, Übergewicht) und frisst die dafür vorgesehenen kommerziellen Diäten nicht? Ich stelle Ihnen gern eine schmackhafte Diät nach ihren Vorgaben und den tiermedizinischen Erfordernissen zusammen.

Ist ihr Hund noch im Wachstum? Gerade in diesem Lebensabschnitt ist eine ausgeglichene Ernährung sehr wichtig, um eine gesunde Skelettentwicklung zu ermöglichen. Ich berechne ihnen computergestützt Rationen anhand der individuellen Wachstumskurve ihres Hundes.

Ist ihr Liebling schon etwas älter? Erhalten Sie möglichst lange seine Aktivität und Lebensfreude und beugen Sie Erkrankungen vor, in dem Sie ihn optimal ernähren. Ich stelle ihnen nach den Vorlieben ihres Hundes ein spezielles Seniorenfutter zusammen

Sind Sie Züchter? Im letzten Drittel der Trächtigkeit und während der Laktation hat ihre Hündin einen erhöhten bzw. stark erhöhten Energie-, Eiweiß-, Vitamin- und Nährstoffbedarf. Ich berechne ihnen für ihre Zuchthündin mit ihren gewünschten Futtermitteln eine ausgewogene Ration, damit ihre Hündin und ihre Welpen optimal versorgt sind.

3. Für welche Tierarten wird die tierärztliche Ernährungsberatung an-geboten?

Natürlich kümmere ich mich nicht nur um Hunde und Katzen. Gerade im Kleintierbereich und bei der Ernährung von „Exoten“ bestehen oft große Defizite, die zu unnötigem Leiden, hohen Tierarztkosten und frühem Tod der gepflegten Tiere führen. Die im Handel für diese Tiere angebotenen Futtermittel sind häufig nicht ausreichend oder für die deklarierte Tierart nicht geeignet. Lassen Sie die Fütterung ihrer kleinen Heimtiere tierärztlich überprüfen!

Ich berechne Rationen für Frettchen, Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Rennmäuse, Ratten, Gerbil, Chinchilla, Vögel, Schildkröten und andere Reptilien.

4. Überlegungen zur optimalen Ernährung des Hundes aus tierärztlicher Sicht

Der Hund hat gemeinsame Vorfahren mit dem Wolf. Über Jahrmillionen waren die Vorfahren des Hundes nahezu reine Fleischfresser. Sie jagten ihre Beutetiere und verspeisten sie mehr oder weniger vollständig. Sie nahmen also nicht nur Muskelfleisch, sondern auch Haut, Innereien, Knochen, Knorpel und den Inhalt des Verdauungstrakts ihrer Beutetiere auf.

Ziel einer optimalen Hundeernährung ist aus meiner Sicht dieser ursprünglichen und natürlichen Ernährung des Hundes wieder möglichst nahe zu kommen. Dies hört sich allerdings einfacher an als es ist:

Durchwachsenes Muskelfleisch sollte sicher einen Hauptbestandteil der täglichen Ration ausmachen. Der Muskel ist jedoch calciumarm, so dass eine Calciumergänzung notwendig wird. In der Natur kommt dies durch den Knochenanteil des Beutetiers zustande. Dies ist in der Ration eines Haushundes jedoch nicht 1: 1 übernehmbar, da Knochenmehl die Darmpassage verzögert. Der Hund bekommt Verstopfung, wenn er nicht auch wie der Wolf jeden Tag ca. 5 Stunden mit der Jagd, also schneller körperlicher Bewegung verbringt. Die meisten Besitzer haben leider keine Zeit jeden Tag 4-5 Stunden mit ihrem Hund zu joggen oder Fahrrad zu fahren. Auch ist das Verletzungsrisiko durch verschluckte oder spitze Knochen nicht zu unterschätzen. Ich halte daher Muschelkalk oder chemisch reines Calciumpulver für die bessere Alternative bei Hunden mit nur moderater Bewegung. Ist ihr Liebling sehr sportlich aktiv, kann der Ration auch Knochenmehl beigefügt werden. Hin und wieder einen fleischigen Kalbsknochen (roh, nicht gekocht wegen der Splittergefahr!) ist für ihren Hund eine Delikatesse und beschäftigt ihn.

Die Kohlenhydratversorgung des Wildhundes erfolgt fast vollständig durch den Magen- und Darminhalt seiner Beutetiere. Nur sehr selten wird Fallobst aufgenommen, wenn keine andere Nahrung zur Verfügung steht. Die Nahrung der Beutetiere (z.B. Hasen, Kaninchen, Rehe etc.) besteht zum überwiegenden Teil aus Gräsern und Kräutern (und nicht etwa aus Kartoffel, Reis, Nudel, Zuckerrüben, Topinambur wie heute in vielen kommerziellen Fertigfuttern!). Diese liegen jedoch nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand vor, sondern sind durch die Verdauung im Darmtrakt der Beutetiere aufgeschlossen und werden so auch für den Wildhund verwertbar. Weder unser Hund noch seine natürlichen Beutetiere sind in der Lage, Zellulose, das hautsächliche Kohlenhydrat in Gräsern und Kräutern, eigenständig zu verdauen. Sie benötigen dafür die Hilfe von Bakterien und Einzellern im Verdauungstrakt der Beutetiere. In den Vormägen bzw. in den Blinddärmen der Beutetiere wird die Zellulose durch diese Mikroorganismen aufgeschlossen und in freie Fettsäuren verwandelt. Der Hund nimmt durch das Fressen des Verdauungstrakts seiner Beutetiere diese Fettsäuren auf. Im Fleischfresserdarm kommen die Zellulose abbauenden Bakterien nicht vor, es gibt also auch keine bakterielle Synthese von freien Fettsäuren aus Zellulose. Freie Fettsäuren sind für die Ernährung des Hundes daher essentiell (d.h. unverzichtbar, da der Hundeorganismus sie nicht selbst herstellen kann) wichtig und sollten der Ration in Form von hochwertigen Pflanzenölen und/ oder Fischölen zugeführt werden. Der Zusatz von grünem Pansen oder Buchmagen ist sicher nicht schlecht, um diesen Effekt nachzuahmen, jedoch muss bedacht werden, dass unsere Kühe heute oft mit Maissilage ernährt werden und nicht mit hochwertigen Gräsern und Kräutern, es also mit der bakteriellen Synthese von freien Fettsäuren in den Vormägen der Rinder auch nicht immer zum Besten steht. Die Geruchsbelästigung für den Besitzer bei Verfütterung von frischem Pansen ist auch nicht zu unterschätzen.

Es lässt sich also zusammenfassen:

Nicht leicht verdauliche Kohlenhydrate (Stärke, Zucker), sondern hochwertiges Protein und essentielle Fettsäuren sollten auch unserem Haushund als Hauptenergiequelle dienen!

Leichtverdauliche Kohlenhydrate wie z.B. Getreide sollten nur zu einem sehr geringen Anteil der Ration beigemischt werden. Zellulose selbst (z.B. in Kräutermischungen) ist für den Hund im Naturzustand unverdaulich und muss erst bakteriell oder durch Zerkleinern und Kochen aufgeschlossen werden. Nur wenige der momentan auf dem Markt befindlichen kommerziellen Futtermittel erfüllen leider diese Voraussetzungen. Selber-Machen, aber richtig und gekonnt, ist das Mittel der Wahl! Nur wer wenig Zeit hat, sollte auf kommerzielle Futtermittel ausweichen.

5. Bestellung von Orijen:

Sollten Sie ihren Hund oder ihre Katze mit Trockenfutter füttern wollen, halte ich das kanadische Futter Orijen, das ich auch für meine Mopszucht (www.mopszucht-mprv-dubberke.de) verwende, noch für am besten. Sie können es gerne bei mir bestellen. Senden Sie mir einfach eine e-mail (info@tierarztpraxis-dubberke.de) mit Ihrem Bestellwunsch und ich teile Ihnen den tagesaktuellen Preis und die Höhe der Versandkosten mit.




     

 

 

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